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De Maizière würdigt Holocaust-Forschung

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière eröffent die 3. Internationale Konferenz zur Holocaust-Forschung

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière hat heute die 3. Internationale Konferenz zur Holocaust-Forschung in Berlin eröffnet. Im Vordergrund der Tagung steht in diesem Jahr das Thema „Helfer, Retter und Netzwerker des Widerstands“. De Maizière sagte bei der Eröffnung – auch mit Blick auf den heutigen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus: „Worte allein reichen nicht aus, um das unermessliche Leid der Opfer zu beschreiben. Worte allein reichen nicht aus, um den Schmerz der Hinterbliebenen zu beschreiben. Der Holocaust ist nach wie vor schwer in Worte zu fassen.“ Eine umfassende wissenschaftliche Holocaust-Forschung sei daher von zentraler Bedeutung.

Der Bundesinnenminister hob in seiner Rede die Zivilcourage derjenigen hervor, die sich dem Nationalsozialismus entgegengestellt haben: „Was trieb Menschen, trotz existentieller Gefahren für sich und ihre Familien, an, verfolgten Juden zu helfen? Was waren das für Persönlichkeiten, die sich in sehr bedrohlichen Situationen nicht in die schweigende Mehrheit eingeordnet, sondern aktiv Menschen in Not geholfen haben?“ Die so genannte wissenschaftliche Helferforschung sucht Antworten auf diese Fragen, indem sie die Verhaltensmuster der Helfer, Retter und Netzwerker des Widerstands untersucht.

Aus der Holocaust-Forschung lassen sich möglicherweise wertvolle Erkenntnisse für unsere heutige demokratische Werteordnung ableiten. Schließlich lebt unser Staat davon, dass seine Bürger eigenverantwortlich und engagiert handeln. „Im Konfliktfall dürfen wir die Auseinandersetzung mit rechtsextremen Ideologen nicht scheuen“, so der Bundesinnenminister. „Was wir uns voneinander wünschen sollten, wäre somit schlicht ein anständiges, verantwortungsvolles Verhalten; ohne moralisch erhobenen Zeigefinger, aber mit viel gesellschaftlichem Engagement jedes Einzelnen.“

Quelle: BMI


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