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Die Eishockey-WM 2018 im Fokus

Neu formierte deutsche Mannschaft hofft auf das Viertelfinale

Eigentlich erwachen zurzeit allerorten sportliche Frühlingsgefühle und dennoch geht es im Wonne-Monat noch einmal weltmeisterlich auf das Eis – zur 82.Eishockey-WM seit 1920. In Kopenhagen und in Herning werden sich die derzeit besten 16 Herren-Eishockey-Teams der Welt treffen, um den WM-Champion 2018 zu ermitteln. Und das zwei Monate nach dem olympischen Eishockey-Turnier im Februar 2018 in Pyeongchang, das mit dem Erfolg von Russland vor dem deutschen Sensations-Team, Kanada und Tschechien endete…

Andere Umstände als vor Olympia

Allerdings sind „die Vorzeichen“ des WM-Turnieres ganz andere, als seinerzeit vor Pyeongchang. Während bei Winter-Olympia 2018 die NHL-Stars fehlten, was besonders Kanada und die USA benachteiligte, sind viele Profis aus der nordamerikanischen Eishockey-Liga in Kopenhagen/Herning dabei.

Das deutsche WM-Team von Bundestrainer Marco Sturm muß auf 15 Olympia-Spieler verzichten. Nur zehn deutsche Olympia-Akteure von Pyeongchang sind auch in Kopenhagen/Herning im DEB-Team. Drei aktuelle deutsche NHL-Cracks, Dennis Seidenberg, Leon Draisaitl und Korbinian Holzer, werden das deutsche WM-Team 2018 indes verstärken.

In der Vorrunde auf Kanada, die USA, Finnland und den Gastgeber

Deutschland trifft in der Vorrunden-Gruppe B in Herning auf die Teams aus Kanada, Finnland, den USA, Norwegen Lettland, Dänemark und Südkorea. In der Vorrunden-Gruppe A in Kopenhagen sind die Mannschaften aus Russland, Schweden, Tschechien, der Schweiz, Weißrussland, der Slowakei, Frankreich und Österreich gefordert.

Die ersten WM-Spiele 2018 steigen am 4.Mai jeweils um 16.15 Uhr zwischen Russland bzw. Frankreich (Gruppe A) und Kanada bzw. den USA (Gruppe B). Die deutsche Mannschaft hat ihr erstes Spiel am 4.Mai um 20.15 Uhr gegen Dänemark. Es folgen die Partien am 6.Mai gegen Norwegen (16.15 Uhr), am 7.Mai gegen die USA (16.15 Uhr), am 9.Mai gegen Südkorea (16.15 Uhr), am 12.Mai gegen Lettland (12.15 Uhr), am 13.Mai gegen Finnland (2015 Uhr) und am 15.Mai gegen Kanada (16.15 Uhr).

Die WM-Viertelfinals werden am 17.Mai ausgetragen. Die Halbfinals „steigen“ am 19.Mai. Um die Medaillen geht es dann im Spiel um Platz drei und um Gold am 20.Mai.

Gute WM-Vorbereitung für Deutschland

Die Vorbereitung verlief für die deutsche Mannschaft durchaus positiv. In acht Begegnungen gab es vier Erfolge. Das letzte Testspiel vor den WM am 27.April in Odense endete für Deutschland mit einem 4:3-Erfolg gegen Südkorea. Ziel des deutschen Teams ist das Viertelfinale, was sehr ambitioniert ist. Die Konkurrenz aus Kanada, den USA, Finnland und auch vom Gastgeber Dänemark wird der deutschen Mannschaft das sportive WM-Leben schwer machen. Der Einzug in das Viertelfinale wäre daher schon ein großer Erfolg für das neu formierte deutsche Team.

Russland bzw. die UdSSR mit 27 x WM-Gold

Rekord-Weltmeister ist übrigens Russland (einschließlich der Sowjetunion) mit 27 Titeln vor Kanada mit 26 Titeln, Tschechien (einschließlich der Tschechoslowakei) mit 12 Titeln, Schweden mit 10 Titeln, den USA bzw. Finnland mit jeweils 2 Titeln und Großbritannien bzw. der Slowakei mit jeweils einem Titel.

Von den bisherigen Weltmeistern sind nur Großbritannien und die Slowakei 2018 nicht dabei.

Die meisten WM-Medaillen bei den bisherigen Weltmeisterschaften errangen Kanada (49) und Russland (mit SU), Tschechien (mit CSR/CSSR) bzw. Schweden (jeweils 46). Für Deutschland gab es bei WM-Turnieren zweimal Silber (1930 und 1953) und zweimal Bronze (1932, zugleich Olympia-Turnier, und 1934).

Rückblick auf die WM 2017

Die vorerst letzte WM 2017 fand vom 5.Mai 2017 bis 21.Mai 2017 in Köln und in Paris statt und am Ende waren (fast nur) die üblichen „Anwärter“ auf die vorderen Plätze unter sich.

Zweimal Nordamerika und sechsmal Europa im Viertelfinale

Das Viertelfinale erreichten Tschechien, die USA, Kanada, Schweden, Finnland, Russland, Deutschland und die Schweiz.

Dort cancelten – ziemlich unerwartet – die Finnen die favorisierten  US-Amerikaner dank einer herausragenden Defensiv-Leistung mit 2:0 aus dem Turnier.

Mehr Mühe als erwartet  hatte auch Titelverteidiger Kanada gegen Deutschland (2:1). Russland setzte sich hingegen klar mit 3:0 gegen Tschechien durch und die Schweden bezwangen die Schweizer mit 3:1.

Duell der Giganten und der ewigen Rivalen im Halbfinale

Im Nordeuropa-Duell Schweden gegen Finnland distanzierte Schweden den Erz-Rivalen mit 4:1 und Kanada schaffte nach einem 0:2 gegen Russland in einem furiosen Schlußdrittel noch einen 4:2-Erfolg.

Bronze sicherte sich letztendlich Russland durch ein 5:3 über Finnland.

Gold-Triumph für Schweden

Und das Finale war dann „eine Angelegenheit“ für Schweden, die Kanada in einem taktisch und defensiv geprägten Spiel mit 2:1 nach Penalty-Schießen (1:1 nach 60 Minuten und Verlängerung) bezwangen und damit den Titel-Hattrick der „Ahornblätter“ verhinderten. Zudem konnte „Team Canada“ damit nicht mit Russland (einschließlich Sowjetunion) hinsichtlich der erkämpften WM-Titel gleich ziehen… (27:26 nunmehr für Russland, mit den Erfolgen der UdSSR)

Deutsches Team zufrieden

Das deutsche Eishockey-Team von Bundestrainer Marco Sturm konnte und durfte mit dem 2017er Turnier ebenfalls sehr zufrieden sein. Vier Niederlagen (gegen Schweden mit 2:7, gegen Russland mit 3:6, gegen Dänemark mit 2:3 nach Verlängerung sowie das erwähnte 1:2 gegen Kanada) stehen vier Erfolge gegenüber (gegen die USA mit 2:1, gegen die Slowakei mit 3:2 nach Penalty-Schießen, gegen Italien  mit 4:1 und gegen Lettland mit 4:3 nach Penalty-Schießen).

Marko Michels

 


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