Müller: Italien signalisiert Lösung bei Kälberexport aus Deutschland
Italien zeigt konstruktive Lösungsbereitschaft bei den aktuellen Problemen des Kälberexportes aus Deutschland, erklärte Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium nach seinen gestrigen Gesprächen im italienischen Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium in Rom.
Italien hatte im Zusammenhang mit der Blauzungenkrankheit für die Einfuhr von Kälbern aus Deutschland mehrere Zusatzgarantien verlangt, die den Kälberexport aus Deutschland deutlich einschränkten.
In seinem Gespräch mit der für Veterinärangelegenheiten zuständigen Staatssekretärin Francesca Martini, konnte Müller erreichen, dass die Kälbereinfuhr von Tieren, die ab dem ersten Tage nach Geburt vor Vektorangriffen geschützt sind, sofort wieder möglich ist. Für andere Tiere wurde von deutscher Seite bis zum Wirksamwerden der vor zwei Wochen begonnenen Impfung gegen die Blauzungenkrankheit ein Kompromiss angeboten. Staatssekretär Müller bat Italien, Kälber zu akzeptieren, die vor dem Verbringen 14 Tage vektorgeschützt gehalten und einem erfolgreichen Test der Virusfreiheit unterzogen wurden. Staatssekretärin Martini begrüßte den Vorschlag und sagte zu, diesen sehr kurzfristig überprüfen zu lassen, und zwar in enger Zusammenarbeit mit den deutschen Instituten. Mit einer Rückäußerung Italiens wird in wenigen Tagen gerechnet. Italien ist eine bedeutende Zielregion für den deutschen Kälberexport. Allein aus Bayern werden pro Jahr ca. 35.000 Milchkälber nach Italien geliefert. Davon stammen fast 25.000 Tiere aus dem Allgäu.

